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Artikel: Wand grundieren vor dem Streichen | Anleitungen & Tipps vom Experten

Ratgeber

Wand grundieren vor dem Streichen | Anleitungen & Tipps vom Experten

Die Grundierung der Wand ist in vielen Fällen nötig, doch manchmal geht es auch ohne Grundierung. Wie du herausfindest, ob und wie du deine Wand grundieren solltest, und was dabei wichtig ist, erklären wir dir in unserem ausführlichen Ratgeberartikel.

Leider gibt es nicht DIE eine Grundierung, die für jede Wand geeignet ist. Es gibt verschiedene Arten von Grundierungen für unterschiedliche Problemlösungen. Wann du welche benötigst, erklären wir dir ebenfalls in unserem Beitrag zum Thema „Grundierung der Wände“.

Je besser und gründlicher die Untergrundvorbereitung ist, umso besser wird deine Wand später aussehen.

Was ist eine Grundierung?

Grundierungen bilden das Fundament, sind ein erster Farbanstrich und bilden die Grundlage für eine Farbe oder einen Putz auf deinen Wänden. Es sind spezielle Vor-Anstriche, die eine Brücke zum endgültigen Anstrich oder der endgültigen Putzbeschichtung bilden.

Welche Arten von Grundierung gibt es?

Für Grundierungen gibt es verschiedene Begriffe, die nicht immer einheitlich verwendet werden.

Ein Haftgrund ist eher ein Überbegriff für verschiedene Arten von Grundierung. Das kann ein farbloser Tiefgrund sein oder auch ein pigmentierter Vor-anstrich oder einen Primer. Nur irgendeinen Haftgrund wäre sicherlich falsch. Du musst schon genau schauen, welchen Zweck eine Grundierung erfüllen soll und auf welchem Untergrund du grundierst.

Sperrgrund wäre eine Grundierung, die, wie der Name schon sagt, den Untergrund absperrt, damit keine färbenden Stoffe aus dem Untergrund hervortreten können. Sperrgrund oder Nikotinsperre wird nur in hartnäckigen Fällen eingesetzt, weil damit natürlich auf die Diffusionsfähigkeit der Wand kaputt ist.

Bei Fesche Wand unterscheiden wir 3 verschiedene Grundierungstypen. Diese haben jeweils unterschiedliche Eigenschaften, je nach Zweck, den sie erfüllen sollen. Die Anforderungen des Untergrundes und der nachfolgenden Beschichtung müssen zueinander passen.

Öko Tiefengrund (oder einfach auch nur Tiefgrund genannt)

Wie der Name schon sagt, soll diese Grundierung tief in die Poren des Untergrundes einziehen und sich dort verfestigen. Außerdem sorgt dieser Anstrich für einen Ausgleich des unterschiedlichen Saugverhaltens. Öko Tiefengrund ist nahezu farblos und dünn, damit er gut einziehen kann. Er wird mit einem großen Pinsel gestrichen. Du solltest den Tiefengrund nicht mit anderen Grundierungen mischen, um einen Arbeitsgang zu sparen. So wäre nur der Tiefgrund nicht mehr in der Lage tief genug einzuziehen.

Bio Primer Mineralfarbengrund (auch Haftgrund genannt)

Der Mineralfarbengrund hat eine beige-weißen Farbton. Durch pflanzliche Eiweißstoffe klebt er sehr gut und wird hart an der Oberfläche. Gleichzeitig hat er eine sehr feine Textur auf der die Lehmfarben, Kalkfarben aber auch die Streichputze gut anhaften können. Bio Primer Mineralfarbengrund streichst du am besten mit der Malerrolle.

Mineralischer Bio Putzgrund (kennt man auch als Putzhaftgrund)

Dieser Mineralputzgrund ist die Brücke, wenn anschließend Spachtelputze darauf verarbeitet werden. Durch eine feine Sandkörnung bietet er eine griffige Schicht, damit der Putz beim Aufziehen nicht über die glatte Wand geschoben wird und der Lehmputz oder Kalkstreichputz einen griffigen Untergrund haben, um fest anzuhaften.

Grundierung ohne Kunststoffe

Es gibt nur ganz wenige Hersteller, die ohne Kunststoffe bei den Grundierungen auskommen. Wir bei Fesche Wand haben uns an alte und bewährte Rezepturen gehalten, die mit Pflanzeneiweiß, das aufgeschlossen wird, eine hervorragende Bindekraft entwickeln und einen sicheren Untergrund bilden.

7 wichtige Faktoren & Tipps für einen optimalen Untergrund

Bevor du die Wand anstreichst oder einen Putz aufspachtelst, solltest du immer prüfen, ob der vorhandene Untergrund dazu geeignet ist oder ob er eine Vorbehandlung, eine Grundierung der Wand benötigt wird. Der Untergrund für deinen Anstrich oder deinen Putz ist sozusagen das Fundament, auf dem du weiter aufbaust. Also prüfe sorgfältig, denn auf einem schlechten Fundament lässt sich nichts Gutes aufbauen.

Diese 7 Faktoren lassen dich schnell überprüfen, ob deine Wand- oder Deckenfläche bereit ist, um mit Wandfarbe oder Putz beschichtet zu werden.

1. Jeder Untergrund muss trocken sein

Wenn du einen neuen Putz auf der Wand hast oder schon eine Grundierung aufgetragen hast, muss diese erst durchgetrocknet sein, bevor du den nächsten Schritt machst. Schau besonders in den Ecken nach, ob der Untergrund noch feucht ist und damit dunkler erscheint. Lüften und bei Bedarf den Raum heizen hilft hier. Die Feuchtigkeit muss verdunsten.

Wenn du ständig feuchte Wände hast, sollte zuerst die Ursache dafür gefunden und beseitigt werden. Ansonsten würde die neue Farbe oder der neue Putz gar nicht trocknen und bald anfangen zu schimmeln.

2. Die Wand- oder Deckenfläche muss ebenmäßig sein und frei von Rissen

Deine Wand sollte gleichmäßig sein und eine einheitliche Textur haben. Deshalb ist es oft notwendig, mit Universal-Kalkspachtel oder einer anderen Spachtelmasse Löcher zu schließen und die Kanten, Dellen und Risse zu verspachteln.

Wenn viele Risse in der Wand sind, kannst du ein Malervlies tapezieren und dann erst deine Wandfarbe oder den Streichputz aufbringen. Wenn du einen Putz aufspachteln willst, dann geht das nicht mit Malervlies, dann bettest du in die erste Putzlage ein Putzgewebe ein. Sowohl Malervlies wie Putzgewebe fangen Spannungen im Untergrund ab und sorgen für eine rissfreie Oberfläche.

3. Die Wand- oder Deckenfläche muss tragfähig sein - Klebebandtest

Ein mürber Unterputz, der sehr weich ist und schon abbröckelt, muss entweder ausgewechselt werden oder mit Tiefgrund verfestigt werden.

Wenn der bisherige Anstrich oder der Putz beim Drüberfahren mit der Hand mehlig ist, dann solltest du zunächst die kreidende Schicht mit einem Schwamm und sauberem Wasser abwaschen. Die Wand trocknen lassen und danach mit Öko Tiefengrund verfestigen.

Mit dem Klebebandtest kannst du prüfen, ob der Untergrund, etwa eine bestehende alte Wandfarbe, tragfähig ist. Mach den Abrisstest mit einem Klebeband. Dazu schneidest du zuerst mit einem Cuttermesser einen Gitterschnitt (circa 1 cm große Gitter) in die Wand. (Bild Links) Dann klebst du ein Klebeband auf und ziehst es sofort wieder ab. Wenn nur die feinen Schnittlinien sich abzeichnen, dann ist die bestehende Wandfarbe als Untergrund okay. (Bild Mitte) Wenn größere Partikel ausbrechen, muss die alte und mürbe Schicht zuerst entfernt werden. (Bild rechts)

Die Tragfähigkeit für einem Putz, den du aufbringen möchtest, muss noch besser sein. Bedenke, dass eine 1 mm starke Putzschicht, die frisch aufgebracht wird circa 2 kg Gewicht auf einen Quadratmeter bedeuten. Der Untergrund darf hier also nicht aufgeweicht werden und von der Wand fallen, weil eine neue Putzschicht aufgetragen wird. Deshalb kannst du auf Gipskartonplatten auch nur dünne Lagen von einem Putz aufspachteln. Die Gipskartonplatte würde bei einem dicken Putz aufquellen und sich verziehen.

4. Die Wand- oder Deckenfläche muss staubfrei sein - Wischtest

Das kannst du prüfen, indem du mit der Hand drüberwischt. Besonders nach dem Schleifen der Verspachtelung ist gründliches entstauben notwendig. Abfegen, eventuell feucht abwischen oder absaugen helfen hier.

5. Die Wand oder Deckenfläche muss griffig sein

Deine Farbe oder der Spachtelputz muss einen guten Halt finden. Wenn du eine sehr glatte Wand hast, wie zum Beispiel eine Spachteltechnik oder eine lackierte Oberfläche, dann findet der neue Anstrich einfach keinen Halt. Diese Oberflächen müssen zuerst mit einem Schleifpapier angeraut werden.

Wenn du eine Wandfarbe aufstreichen möchtest, dann ist der Bio Primer Mineralfarbengrund richtig. Dieser Voranstrich bildet die Brücke zwischen dem Untergrund und der Wandfarbe, die darauf gut anhaftet.

Wenn du einen Spachtelputz aufbringen möchtest, dann ist der Mineralische Bio Putzgrund richtig. Damit erstellst du einen fein-körnigen gleichmäßigen und griffigen Untergrund, auf dem der nachfolgende Putz Grip findet.

6. Die Wand oder Deckenfläche darf keine Trennschichten haben

Öle, Fette oder Silikonschichten verhindern, dass der Putz oder die Farbe gut anhaftet. Je nachdem musst du diese Schichten abwaschen oder abschleifen.

Eine Sinterschicht, auch Sinterhaut genannt, kann sich auf neuen mineralischen Putzen oder Beton bilden. Du erkennst solche Schichten am Glanz und daran, dass an diesen Stellen die Saugfähigkeit der Wandfläche gering ist. Wenn du mit einem Messer in die Oberfläche ritzt und anschließend mit Wasser benetzt, zeigt sich die Ritzfläche dunkler und nimmt das Wasser auf.

Die leicht glänzende Schicht führt zu Spannungen und kann abplatzen. Deshalb muss sie entfernt werden, am besten durch Anschleifen der Wand.

7. Keine färbenden Stoffe aus dem Untergrund

Manchmal können Flecken durchschlagen, wenn ein neuer Anstrich oder ein neuer Putz aufgebracht wird. Das ist leider nicht immer vorhersehbar, wenn zum Beispiel altes Nikotin sich tief in der Wand festgesetzt hat und durch die Feuchtigkeit der neuen Farbe gelöst wird und an die Oberfläche wandert. Bei einer guten Untergrundvorbereitung lässt sich das meist in den Griff bekommen. In den meisten Fällen kommt man mit Öko Tiefgrund und Bio Primer gut zurecht. In hartnäckigen Fällen hilft auch das nicht, dann benötigt die Wand einen Nikotinblocker.

Gipskartonflächen können bräunlich Flecken durch einen neuen Anstrich hindurch an die Oberfläche kommen lassen. Das liegt am Karton der Gipsbauplatte, die „ausbluten“ kann. Deshalb ist auf Gipskarton immer Tiefengrund und Bio Primer erforderlich.

Wann sollte ich bei welchem Untergrund grundieren?

Wenn du dich fragst, wann du eine Grundierung deiner Wand benötigst bzw. welche Untergründe eine Grundierung benötigen, dann ist dieser Abschnitt genau richtig für dich. Hier stellen wir dir eine Übersicht einiger Untergründe vor und zeigen dazu die passende Grundierung und ob überhaupt eine notwendig ist.

Neuer Unterputz aus Kalk oder ein Kalkzementputz?

Deine Wand sieht so aus: Die Wand ist neu verputz. Der Putz ist gut durchgetrocknet und fein glatt an der Oberfläche. Es gibt keine Sinterschichten, die Oberfläche ist sehr gleichmäßig. Hier kannst du auf die Grundierung verzichten. Du streichst zwei Mal die Lehmfarbe oder Kalkfarbe deiner Wahl.

Möchtest du einen Spachtelputz aufbringen, dann geht das nur, wenn der Kalkputz fein rau ist. Auf glatten Flächen empfehlen wir zuerst die Grundierung mit mineralischem Bio Putzgrund.

Neuer Unterputz aus Gips

Deine Wand sieht so aus: Die Wand ist neu verputz. Der Gipsputz ist gut durchgetrocknet und fein, glatt an der Oberfläche. Falls Sinterschichten vorhanden sind, musst du diese durch Abschleifen entfernen. Danach imprägnierst du die Fläche mit Öko Tiefengrund und streichst anschließend die Lehm- oder Kalkfarbe.

Wenn du einen Spachtelputz aufbringen möchtest, benötigst du zusätzlich die Grundierung mit mineralischem Bio Putzgrund.

Beton, Raubeton (Ortgeschalt) oder Glattbeton (Filigranbetondecke)

Deine Wand- oder Deckenfläche sieht so aus: Die Betonfläche ist trocken. Es befinden sich keine Trennmittel mehr auf der Wand (diese kann man mit dem empfohlenen Reinigungsmittel des Betonherstellers abwaschen oder mit einem 100er-Schleifpapier abschleifen). Glattbeton hat oft feine Poren, die erst nach dem Streichen sichtbar werden. Deshalb sollte diese Fläche mit dem Öko Flächenspachtel gespachtelt werden.

Auf Beton grundierst du mit dem Bio Primer oder, wenn danach ein Spachtelputz aufgetragen wird, mit dem mineralischen Bio Putzgrund.

Lehmputz

Du hast einen neuen Lehmputz auf der Wand. Dieser wird mit einem festen Handfeger abgefegt, sodass lose Körnung herunterfällt. Alternativ reibst du die Oberfläche mit einem feuchten Schwamm nochmals ab und verteilst damit die Tonminerale aus dem Lehmputz auf der Wand und erhältst eine feste Oberfläche.

Darauf kannst du direkt mit der Lehmfarbe, dem Lehmstreichputz, der Kalkfarbe, dem Kalkstreichputz streichen. Weil Lehmputz schnell die Feuchtigkeit aus dem Anstrich „wegschluckt“ rühre die Farben eher dünner an.

Soll noch ein Lehmedelputz oder Kalkedelputz auf den vorhandenen Lehmstreichputz kommen, dann ist es gut, die Fläche zuerst etwas feucht zu machen, dann lässt sich die neue Putzlage besser und sparsamer verarbeiten.

Wenn der Lehmputz alt oder mürbe ist, solltest du die losen Teile entfernen und durch neuen Lehmputz ersetzen. Lehmuntergründe, die sehr weich oder mürbe sind, aber nicht ausgewechselt werden, solltest du zuerst mit Öko Tiefengrund vorbehandeln, bevor ein neuer Anstrich oder Oberputz aufgebracht wird.

Bestehender Putz aus Kalk, Kalkzement oder Gips, der schon einmal tapeziert war

Du hast die alten Tapete abgelöst, es sind nur wenige Ausbesserungen auf der Wand notwendig. Der Putz wirkt auch sonst stabil und tragfähig. Bitte achte darauf, das alte Kleisterreste gut abgewaschen werden. Kleinere Löcher und Dellen kannst du mit dem Öko Flächenspachtel flicken.

Danach streichst du den Bio Primer Mineralfarbengrund auf, wenn du danach mit Farbe oder Streichputz auf die Wand möchtest. Oder du streichst vor mit dem mineralischen Bio Putzgrund, wenn du einen Lehmdekorputz oder einen Kalkdekorputz spachtelst.

Alter Putz schon oftmals ausgebessert

So sieht es ungefähr auf deiner Wand aus: Es finden sich viele verspachtelte, ausgebesserte Stellen. Es gibt Reste von alten Anstrichen und Tapeten. Der Untergrund kreidet vielleicht ab. Es ist auch nicht sicher, ob färbende Stoffe sich in der Wand befinden, die beim Überstreichen an die Oberfläche kommen. Hier musst du besonders sorgfältig darauf achten, dass du einen tragfähigen Untergrund herstellst für deine neu zu gestaltende Wand. Wenn der alte Putz mürbe ist oder bröckelt, solltest du alle losen Teile entfernen. Nach einer Verfestigung mit dem Tiefgrund kannst du die Fehlstellen ausgleichen mit dem Öko Flächenspachtel. Jetzt noch den Bio primer auftragen. Danach kannst du mit Bio Lehmfarbe oder Bio Kalkfarbe streichen. Wenn anschließend ein Edelputz aufgetragen wird, dann grundierst du vorab mit dem mineralischen Bio Putzgrund.

Tapeten, die direkt überstrichen werden sollen

Deine Wand ist tapeziert und du möchtest die Tapete nicht ablösen, sondern nur überstreichen. Wichtig ist, dass die Tapete wirklich gut verklebt ist und durch die Feuchtigkeit des neuen Anstrichs sich nicht löst.

Wenn es eine Mustertapete ist, musst du testen, ob die Lehmfarbe oder Kalkfarbe darauf anhaftet. Es gibt so viele unterschiedliche Tapetenarten, dass man das einfach ausprobieren muss. Auf jeden Fall geht es nicht auf Vinyltapeten.

Wenn du eine Raufasertapete, Glasgewebe oder Malervlies hast, steht dem neuen Anstrich mit der Bio Lehmfarbe oder der Bio Kalkfarbe nichts im Wege. Wenn diese Tapeten schon einmal mit einer anderen Wandfarbe gestrichen sind, ist das meist auch möglich, außer bei Latexfarben. Wenn du nicht ganz sicher bist, solltest du einen Probeanstrich machen.

Bestehende Wandfarbe

So sieht deine Wand aus: Die alte Farbe hält gut, blättert nicht ab. Die Farbe färbt nicht ab beim darüber wischen mit der Hand. Sie hat keine Fettflecken und wurde von Staubablagerungen und gröberem Schmutz befreit. Wenn die Farbe abkreidet, solltest du zuerst die Fläche abwaschen und nach dem Trocknen mit Öko Tiefengrund verfestigen.

Mit Farbe oder Streichputz kannst du grundsätzlich bestehende Farben, auch warme Wandfarben wie gelb und rot überstreichen. Bei der Vielzahl an Wandfarben kann nicht für jeden Wandfarben-Typ eine verbindliche Empfehlung gemacht werden. Aber fast alle Wandfarben können problemlos überstrichen werden. Wenn du nicht ganz sicher bist, solltest du eine Probefläche anlegen.

Prüfe mit dem Saugtest, ob deine alte Wandfarbe saugfähig ist, indem du etwas Wasser aufspritzt, das schnell wegziehen sollte. Ist die Saugfähigkeit da, dann steht dem Überstreichen nichts mehr im Wege.

Wenn du eine Latexfarbe oder eine lackierte Fläche vorfindest, dann muss diese mit einem Schleifpapier (Körnung 100) angeschliffen werden. Danach erfolgt die Haftbrücke mit dem Bio – Primer Mineralfarbengrund und dann erst der Anstrich mit Lehmfarbe oder Kalkfarbe, ökologische Kalkstreichputz oder Bio Lehmstreichputz.

Trockenbauplatten aus Gips, Gipskarton oder Gipsfaserplatten (z. B. Rigips, Fermacell)

Dein Untergrund sieht so aus: Die Trockenbauplatten sind sauber verspachtelt in der Qualitätsstufe Q3.

Der Bundesverband der Gipsindustrie schreibt: „Die Verspachtelung nach Qualitätsstufe 1 umfasst das Füllen der Stoßfugen zwischen den Gipsplatten und das Überziehen der sichtbaren Teile der Befestigungsmittel. Das Abstoßen von überstehendem Spachtelmaterial. Die Verspachtelung nach Qualitätsstufe 2 umfasst die Grundverspachtelung (Q1) sowie das Nachspachteln (Feinspachteln, Finish) bis zum Erreichen eines stufenlosen Übergangs zur Plattenoberfläche. Die Verspachtelung nach Qualitätsstufe 3 umfasst die Standardverspachtelung (Q2) mit einem breiteren Ausspachteln der Fugen, sowie ein scharfes Abziehen der restlichen Kartonoberfläche zum Porenverschluss mit Spachtelmaterial. (https://www.gips.de/fileadmin/user_upload/IGG_MB_2_Oberflaechen_2017_a.pdf)

Diese Trockenbauplatten sind eine Herausforderung für die anschließende Farbe oder Putz. Es gibt auf der Fläche unterschiedliche Untergründe: Spachtelfugen aus Gips in unterschiedliche Schichtdicken, Kartonflächen, Gipsfaserplatten. Deshalb solltest du bei Gips-Trockenbauplatten besonderen Wert auf eine optimale Grundierung der Wand legen.

Zuerst grundieren mit dem Öko Tiefgrund und danach mit dem Bio Primer bzw. dem mineralischen Bio Putzgrund. Für naturweiße und hellfarbige Anstriche reicht diese Vorgehensweise aus. Wenn du aber farbige Oberflächen haben möchtest, empfehlen wir dir ein Malervlies zu tapezieren, dann ist die Gefahr, dass Spachtelfugen sich später farblich abzeichnen, gebannt. Dies gilt besonders bei Bio Kalkfarbe oder dem ökologischen Kalkstreichputz.

Fesche Wand | Dein Ansprechpartner für Bio Grundierung auf deinen Wänden

Wenn du noch beratende Unterstützung benötigst oder wenn dein Untergrund hier nicht beschrieben wurde, dann nimm telefonisch unter +49 (0)75 74 935 242 Kontakt mit uns auf. Gerne kannst du uns auch eine E-Mail an info@feschewand.de senden oder unser Kontaktformular nutzen. Wir werden deine Anfrage schnellstmöglich beantworten!

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