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Artikel: Wandfarbe berechnen | Wie viel Farbe brauche ich?

Ratgeber

Wandfarbe berechnen | Wie viel Farbe brauche ich?

Wie viel Farbe brauche ich für mein Zimmer oder meine Wohnung? Wie kann ich den Farbverbrauch berechnen? Bevor du deine Lieblingsfarbe streichen kannst, musst du erst mal wissen, wie du die Farbmenge berechnest. Das hängt ganz von der Größe deines Zimmers oder deiner Wohnung ab. Wie du benötigte Wandfarbe am einfachsten berechnen kannst, zeigen wir dir in unserem Ratgeber.

Wandfarbe berechnen: In nur 4 Schritten die Farbmenge ermitteln

Eigentlich sind es nur 4 Schritte, dann weißt du wie viel Farbe etwa für eine 100 qm Wohnung benötig wird oder für jede andere Größe deiner Räumlichkeiten. Wenn du keine Farbe verwendest, sondern Putz oder wenn das Material nicht in Liter angegeben wird, bleibt die Art den Bedarf zu ermitteln genau gleich.

Die 4 Schritte zur Berechnung der Wandfarbe als Kurzübersicht

Zunächst möchte ich dir eine Kurzübersicht zu den vier Schritten zeigen, mit welchen du deine benötigte Wandfarbe berechnen kannst. Weiter unten schauen wir uns dann die einzelnen Schritte im Detail an.

Schritt 1: Wandfläche berechnen
Länge x Höhe = Wandfläche
(mit dem Zollstock ausmessen und notieren)

Schritt 2: Farbverbrauch pro Quadratmeter ermitteln
Die Reichweite kannst du auf der Beschreibung oder dem Datenblatt deines Farbeimers nachschauen
X Liter geteilt durch X Reichweite/Eimer = X Liter/m2
Beispiel: 12 L geteilt durch 60 Reichweite/Eimer = 0,2 Liter/m2

Schritt 3: Farbverbrauch für Wandfläche berechnen
X Liter/m2 mal X m2 Wandfläche = Bedarf an Wandfarbe
Beispiel: 0,2 Liter/m2 mal 50 m2 Wandfläche = 10 Liter Wandfarbe

Schritt 4: Untergrund und Anzahl der Anstriche ermitteln
Grober Untergrund oder stark saugender Untergrund bedeutet einen höherer Verbrauch
2 x streichen = doppelte Menge an Farbe muss besorgt werden

Bei FESCHE WAND werden die oben erwähnten Schritte 2 bis 4 ganz ohne Rechenkünste und zusätzlichem Aufwand einfach im Verbrauchs- bzw. Farbrechner ermittelt. Unseren kostenlosen Verbrauchsrechner findest du bei jedem feschen Produkt wie etwa in unserer Kategorie Wandfarben und Putze.

Schauen wir uns nun nachfolgend die vier Schritte zum Berechnen der Wandfarbe genauer an.

Schritt 1: Wandfläche berechnen

Also hol dir Papier, Stift und Taschenrechner sowie einen Zollstock oder einen elektronischen Entfernungsmesser. Die Meter-Apps auf Smartphones sind meist sehr ungenau. Das reicht nur für grobe Schätzungen, daher raten wir dir davon ab.
Wenn kein Grundrissplan vom Architekten vorliegt, dann kannst du auf einem großen Blatt Papier auch selbst den Grundriss des Zimmers skizzieren und mit den Maßen versehen. Grundflächenpläne sind hilfreich, wenn du zunächst nur die Maße der Wohnung eintragen möchtest, um später in Ruhe alles auszurechnen.

Die grobe Schätzung

Wenn du noch keinen Zugang zur Wohnung hast und auch keinen Grundriss hast, sondern nur die Wohnfläche kennst, dann kannst du nur grob schätzen wie viel Wandfläche die Wohnung haben könnte und wie viel Farbe du für eine Wand benötigst. Bei einer 100 m2 Wohnung gibt es ja viel mehr Wände, wenn du 5 kleine Zimmer hast im Vergleich dazu, wenn nur 2 große Räume da sind.

Als grobe Daumenschätzung kannst du davon ausgehen, dass die Wand- und Deckenflächen zusammen ungefähr das 3,5 fache der Wohnungsfläche beträgt. Die Wandflächen wären circa das 2,5 fache der Wohnungsgröße (ohne die Deckenfläche gerechnet). Aber das ist nur eine grobe Schätzung um den Preis zu überschlagen, den ein Anstrich kosten würde. Also verlass dich nicht darauf, wenn du Farbe einkaufen möchtest. Möchtest du also die benötigte Wandfarbe berechnen, hilft nur ein genauer Plan mit Maßangaben oder genauem Ausmessen der Wände und Decken.

Die konkrete Berechnung der benötigten Wandfarbe

Die Wandfläche eines Raumes ist die Quadratmeterzahl, die alle Wände in diesem Zimmer haben. Am einfachsten geht es, wenn du den Umfang des Zimmers ausmisst und dann mit der Raumhöhe multiplizierst, also:

Umfang x Raumhöhe = Wandfläche
Ein Beispiel: Das Zimmer ist 4 x 6 Meter groß, dann rechnest du:
4 m + 6 m + 4 m + 6 m = 20 m Umfang. Die Raumhöhe würde im Beispiel 2,5 Meter betragen, dann rechnest du:

20 m x 2,50 m = 50 m2 Wandfläche für dieses Zimmer. Die Deckenfläche würde hier 4 m x 6 m betragen = 24 m2. Das macht dann insgesamt 74 m2 an Wand- und Deckenflächen.
Diese Rechnung gilt aber nur, wenn alle Wände dieselbe Höhe aufweisen.

Wenn eine Dachschräge dabei ist, musst du jede Wand extra rechnen also Länge der Wand mal Höhe = Quadratmeterzahl und dann die Quadratmeter jeder einzelnen Wandfläche wieder zusammenzählen. Die Dachschräge misst du extra von oben bis unten, da sie ja länger als die Raumhöhe ist.
Die Wand neben der Dachschräge musst du in Rechtecke und Dreiecke unterteilen. Beim Dreieck, das aus der Dachschräge entsteht, misst du die Höhe genau in der Mitte und multiplizierst mit der Grundseite des Dreiecks.

Jetzt haben wir also die gesamte Wandflächen berechnet. Aber wie ist das mit den Tür- und Fensteröffnungen? Die muss man ja eigentlich abziehen von der zu streichenden Wandfläche.
Normalerweise werden Flächen unter 2 Quadratmeter gar nicht abgezogen von der Wandfläche. Bei einem Fenster ist ja auch die Fensternische zu streichen und wenn man diese Fläche gedanklich mal herausklappen würde, so ist die Maueröffnung schon wesentlich kleiner und von daher vernachlässigbar.

Aber große Fenster oder Türen solltest du ausmessen und von deiner Wandfläche abziehen, damit du die wirkliche Wandfläche kennst.
Wenn alle Flächen berechnet sind, hast du die Quadratmeterzahl, für die du deine Wandfarbe benötigst. Also schauen wir im zweiten Schritt, wie der Verbrauch an Wandfarbe oder Putz berechnet wird.

Schritt 2: Farbverbrauch pro Quadratmeter ermitteln

Es gibt 2 Arten von Angaben in der Beschreibung oder dem Datenblatt der Wandfarbe wie der Verbrauch benannt wird.

Möglichkeit 1: In der Beschreibung steht so etwas wie: „Für 1 Quadratmeter liegt der Verbrauch bei X Milliliter oder Gramm.“ Hier wird also schon genau angegeben wie viel Material pro Quadratmeter benötigt wird. Mit dieser Zahl kannst du gleich beim 3. Schritt weiter rechnen.

Möglichkeit 2: In der Beschreibung steht so etwas wie: „X Liter Wandfarbe reicht für X Quadratmeter.“. Hier musst du entsprechend zunächst so rechnen: X Liter geteilt durch X Quadratmeter.

Ein Beispiel hierzu:
12 Liter reichen für 60 Quadratmeter, dann rechnest du 12 : 60 = 0,2 Liter pro m2

Notiere dir den Verbrauch pro Quadratmeter. Jetzt müssen wir nur noch die Flächen deiner Wände und Decken mit dem Verbrauch der Farbe im nächsten Schritt zusammenbringen.

Schritt 3: Farbverbrauch für Wandfläche berechnen

Die Quadratmeterzahl deiner Fläche mal den Verbrauch pro Quadratmeter ergibt die Menge an Wandfarbe oder Putz, die du benötigst. (Fläche x Verbrauch)

Bei unserem Beispiel mit 50 Quadratmeter Wandfläche, würde die Rechnung also folgendermaßen aussehen:

50m2 x 0,2 L = 10 Liter Farbe

Diese Menge gilt aber nur für einen Anstrich auf einer glatten und wenig saugenden Fläche.

Schritt 4: Untergrund und Anzahl der Anstriche ermitteln

Um die notwendige Wandfarbe zu berechnen, musst du jetzt nur noch ein paar Fragen beantworten, bevor du die genaue Menge weißt, die du kaufen musst:

Ist der Untergrund glatt oder rau?

Üblicherweise wird der Verbrauch in der Beschreibung für glatte Fläche angegeben. Ein rauer Untergrund hat einen viel höheren Verbrauch als ein glatter Untergrund. Bis alle Rillen und Vertiefungen mit Farbe beschichtet sind, kann das durchaus doppelt soviel Material in Anspruch nehmen wie auf einer glatten Fläche. Die Reichweite des Eimers Farbe kann sich also halbieren bzw. du wirst doppelt so viel Material benötigen. Bei einer Raufaser ist der Verbrauch nur circa 10% höher. Bei einem groben Rillenputz ist der Bedarf an Wandfarbe bis zu 50% höher.

Ist der Untergrund stark saugend oder nicht?

Gerade Lehmputz oder Kalkputz nimmt Feuchtigkeit schnell auf, die Wand saugt unter Umständen wie ein trockener Schwamm. Deswegen wird auf solchen Wänden die erste Farbschicht stark verdünnt gestrichen und trotzdem ist der Verbrauch an Material höher. Je nachdem schafft ein Tiefgrund als Vorstrich hier ein wenig Abhilfe oder die Wand wird zunächst mit Wasser vorsichtig benetzt, damit die frische Farbe nicht so schnell in den Untergrund wegzieht und weiter reicht. Auch hier kann der Materialbedarf größer sein. Gehe ungefähr von 25 bis 30% mehr aus.

Muss ein- oder mehrmals gestrichen werden?

Wenn der Untergrund, den du streichen möchtest, noch gut in Ordnung ist, kann es sein, dass du mit einem Anstrich klarkommst. Dann musst du aber absolut gleichmäßig und ohne die kleinste Lücke streichen. Wenn ein kräftiger Farbton als Untergrund vorhanden ist oder ein kräftiger Farbton gestrichen wird, dann sollte mindestens ein zweites Mal die Farbe aufgetragen werden. Grundsätzlich gilt: Lieber zwei dünnere Anstriche als einmal dick drauf. Zwei Anstriche geben meist die schönere Oberfläche und bei Kalkanstrichen empfiehlt es sich sowieso, weil dann der Kalk sowie die Kalkfarbe viel besser abbindet. Für einen 2. Anstrich benötigst du dieselbe Menge an Farbe wie für den ersten Anstrich.

Ist eine Grundierung erforderlich?

Ob du deine Wand grundieren musst, hängt jeweils vom Untergrund ab. Untergründe die stabil sind, also nicht abfärben und gleichmäßig in Farbe und Saugverhalten sind, kommen ohne Grundierung aus. Alles was nicht stabil und ungleichmäßig ist, sollte grundiert werden. Das gilt besonders auch für Gips Trockenbauplatten, z.B. Rigips. Entweder mit Tiefgrund und/oder mit Primer vorstreichen. Über die verschiedenen Untergründe gibt es hier eine genaue Übersicht und Grundierempfehlungen.
Eine gute Grundierung spart unter Umständen einen von zwei Anstrichen, reduziert den Verbrauch an Farbe oder Putz und führt zum besseren Ergebnis.

Wie beeinflusst das Werkzeug den Farbverbrauch?

Mit dem Pinsel gestrichen benötigt meist etwas mehr an Farbe als mit der Rolle. Allerdings ergeben gerade bei Naturfarben aus Kalk und Lehm die gepinselten Anstriche eine schönere Oberfläche. Bei Lehmfarbe kommt man oft mit nur einem Anstrich aus, wenn sie mit dem Pinsel aufgetragen wird.

Erfolgreich Wandfarbe berechnen | Was sonst noch wichtig ist

Nun weißt du also wie du die Wandfarbe berechnen, bzw. wie du den Farbverbrauch berechnen kannst. Aber was kannst du tun, wenn die Farbe nicht ausreicht oder aber restliche Farbe überbleibt? Diese beiden Fälle habe ich nachfolgend aufgegriffen und dir hierzu meine Empfehlung beschrieben.

Was tun, wenn die Farbe doch nicht ausreicht?

Wenn beim Streichen oder Verputzen sich abzeichnet, dass das Material doch nicht ausreicht, solltest du spätestens in einer Ecke des Zimmers aufhören mit dem Streichen. Lass eine Wand nicht halbfertig stehen, bis das Nachschubmaterial da ist. Mitten in der Wand würde man erkennen, dass hier ein Materialwechsel bzw. Neuanfang stattgefunden hat. Also immer mindestens eine Wand komplett fertig streichen und den kleinen Rest an Farbe aufbewahren und später zur neuen Farbe dazu geben.

Was tun mit restlicher Farbe?

Handelsübliche Wandfarben, die fertig im Farbeimer angeboten werden sind meist mit einem Konservierer haltbar gemacht. Trotzdem gilt, den Eimerinhalt möglichst unverdünnt lassen und im sauberen Farbeimer kühl aufbewahren. Lieber die flüssige Wandfarbe in einen zweiten Eimer umschütten und daraus streichen. Du solltest den Rest nicht zurück schütten, dann machen kleine Verunreinigungen nichts aus. Die Farben und Putze von FESCHE WAND werden als Pulver geliefert. In trockenem Zustand lassen Sie sich lange lagern. Kalkfarbe und Kalkedelputze sind auch angerührt lange haltbar, weil der Kalk auf natürliche Weise nicht verderblich ist. Lehmprodukte sollten innerhalb weniger Tage verarbeitet werden. Hier ist kein giftiger Konservierer enthalten, Lehm also möglichst frisch angerührt verarbeiten oder trocken aufbewahren.

Wie du also siehst, gibt es auf die Frage „Wie viel Farbe brauche ich?“ viele verschiedene Faktoren, die sich auf den Verbrauch von Farbe oder Putz auswirken können. Sei dir deshalb darüber im Klaren: Die Reichweite von Putz oder Farbe kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nach Untergrund und Art der Verarbeitung. Die genauen Verbrauchswerte können nur am Objekt selbst ermittelt werden. Bei größeren Flächen raten wir dir eine kleine Versuchsfläche anzulegen, um den genauen Verbrauch zu ermitteln.

Mit FESCHE WAND ganz einfach Wandfarbe berechnen!

Bei FESCHE WAND haben wir zu fast jedem Produkt einen Verbrauchsrechner, mit welchem du ohne großen Aufwand die Menge der benötigten Wandfarbe berechnen kannst. Du suchst dir aus, ob du mit Farbe streichen möchtest oder einen Streich-und Rollputz oder ob du vielleicht einen Dekorputz auf deine Wände bringen möchtest. Je nachdem welche Art von Wand du haben möchtest hast du schon konkrete Ideen. Ansonsten kannst du dich auch in unserem FESCHE WAND Ratgeber inspirieren lassen.
Nun kannst du bei deinem Lieblingsprodukt einfach den Verbrauchsrechner bedienen.

Im ersten Feld gibst du deine Wandfläche ein, dann legst du fest, ob dein Untergrund glatt oder rau ist und im weiteren Feld ob der Untergrund stark oder wenig saugt und schließlich, wie viele Anstriche du machen wirst. Das Ergebnis ist die Menge, die du voraussichtlich benötigen wirst. Nach diesem Ergebnis kannst du eine oder mehrere Verpackungsgrößen auswählen.

Wenn du noch beratende Unterstützung benötigst, um deine benötigte Menge zu bestimmen, dann nimm telefonisch unter +49 (0)75 74 935 242 Kontakt mit uns auf. Gerne kannst du uns auch eine E-Mail an info@feschewand.de senden oder unser Kontaktformular nutzen. Wir werden deine Anfrage schnellstmöglich beantworten!

Weitere interessante Artikel aus der FESCHE WAND Welt findest du in unserem Magazin. Hast du darüber hinaus noch weitere fesche Wandideen oder hilfreiche Anmerkungen? Lass es uns gerne über die Kommentarfunktion wissen - wir freuen uns darauf!