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Artikel: Heiter bis wolkig – changierende Wandoberflächen

Ratgeber

Heiter bis wolkig – changierende Wandoberflächen

Aalglatt ist Euch zu eintönig, Ihr wollt eine lebendige Wandoberfläche?! Dann ist die Wahl mit Bio Lehmfarbe oder Bio Kalkfarbe zu streichen schon mal eine super Voraussetzung. Je nach Material - Lehm oder Kalk - und je nach Technik könnt Ihr Euch eine leicht changierende bis hin zu kräftig wolkige Oberfläche schaffen. Dies ist nicht zu verwechseln mit einer Wandlasurtechnik, wo eine durchscheinende Pigmentlasur auf eine Fläche aufgetragen wird. Diese Technik werden wir in einem anderen Beitrag vorstellen.

Wir haben Euch hier ein paar kleine Tipps zusammengestellt für die changierend bis wolkige Oberfläche durch die Bio Kalk- und Lehmfarben.

 

Grundsätzlich:
Wichtigste Voraussetzung, dass Ihr mit dem Pinsel arbeitet, nur so kann eine „gleichmäßig ungleiche“ und lebendige Handschrift sichtbar werden. Am besten Ihr arbeitet mit einem Quast oder Flächenstreicher und tragt die Lehm- oder Kalkfarbe in Kreuzen oder liegenden Achten auf die Wand auf. Die gleichmäßig entgegengesetzten Pinselstriche ergeben so eine schöne Wolkigkeit. Ihr könnt aber auch konsequent nur senkrechte Pinselstriche setzen.

Wichtiger Tipp:
Egal, welchen Wolkeneffekt Ihr umsetzen wollt, testet die gewählte Technik zunächst auf einer Musterfläche und beurteilt die Farbgebung erst in getrocknetem Zustand.

1. Changierende Kalkfarbe
Kalkfarbe bringt von sich aus bereits eine Tendenz zum Changieren mit. Bei kräftigen Farbtönen wie bspw. „“nordischer Charme, solider Basalt oder fröhliche Energie“, genügt es die oben beschriebenen Pinseltechnik anzuwenden.
Bei helleren Tönen wie „cremige Vanille, fahles Licht oder wolliges Schaf“ kommt das zarte Farbenspiel noch nicht allein durch die Technik durch. Hier empfiehlt es sich zusätzlich mit einer kleine Menge naturweißer Farbe zu arbeiten. Hier arbeitet ihr mit den zwei Farben gleichzeitig. Also, einmal den Pinsel in den farbigen Eimer tunken und auf die Wand streichen und dann mit dem selben Pinsel ein wenig naturweiße Farbe aufnehmen. Der gewählte Farbton wird zusammen mit dem Weiß nass in nass ineinander verstrichen.

2. Changierende Lehmfarbe
Lehmfarbe trocknet auch bei kräftigen Tönen weniger changierend auf, daher wird für eine lebendige Oberfläche direkt zusätzlich mit naturweiß gearbeitet. Also zum gewählten Farbton noch einer kleine Menge Naturweiß anrühren und zusammen mit der Farbe nass in nass ineinander verstreichen.

3. Wolkige Kalk- und Lehmfarbe
Soll die Wandoberfläche richtig abwechslungsreich lebendig sein, wie eine bewegte Wasseroberfläche oder ein Wolkenhimmel, dann wird mit zwei Farben gearbeitet. Also die in Punkt 1 und 2 beschriebene Technik wird noch ausgebaut in dem nicht nur eine Farbe mit Weiß leicht aufgehellt wird, sondern direkt mit zwei klar unterscheidbaren Farbtönen.
Also beispielsweise die Farbtöne „freie Stunde“ und „endlose Weite“ werden ungemischt und parallel, bzw. abwechselnd aufgetragen und nass ineinander verstrichen um einen sanften Übergang zu schaffen. Es sind aber auch so mutige Kombinationen wie „reifende Gerste“ und „junger Farn“ denkbar.